Ernäh­rungs­my­then, Tipps und Ernäh­rungs­for­men gibt es inzwi­schen wie Sand am Meer.
Zumin­dest eine Fra­ge möch­te ich dir heu­te beant­wor­ten: Zucker ja oder nein? Das scheint immer wie­der eine sehr schwie­ri­ge Fra­ge zu sein, denn ich wer­de ganz oft gefragt, ob man Zucker eher kom­plett aus dem Lebens­mit­tel­re­per­toire strei­chen soll­te, oder eben doch klei­ne Men­gen zu ver­kraf­ten sei­en. Also, Zucker ja oder nein? Oder nur hin und wieder?

Ist Zucker ungesund?

Die  Fra­ge „Zucker ja oder nein“ kann zunächst  ganz ein­fach anhand der Inhalt­stof­fe und des­sen Wir­kung auf dei­nen Kör­per beant­wor­tet wer­den.
Zucker ent­hält nämlich:

  • ~100 % Glu­co­se (= iso­lier­te Kohlenhydrate)
  • 0% Bal­last­stof­fe
  • 0% Vit­ami­ne
  • 0% Vital­stof­fe
  • 0,2 mg Cal­ci­um und Magne­si­um (~0)

Im Zucker ist nichts, womit dein Kör­per arbei­ten kann…  Die weni­gen Mine­ral­stof­fe fal­len kaum ins Gewicht. Im Gegen­teil, denn Zucker gilt nicht zu Unrecht als Vit­amin- und Mine­ral­räu­ber. Den Zucker zu ver­ar­bei­ten kos­tet dei­nem Kör­per näm­lich jede Men­ge davon. Vor allem Magne­si­um, wes­we­gen Zucker mas­siv zum Magne­si­um­man­gel bei­trägt. Und auch die Koh­len­hy­dra­te lie­fern dem Orga­nis­mus nur kurz ein biss­chen Ener­gie. Hier han­delt es sich um iso­lier­te Koh­len­hy­dra­te, die ledig­lich dei­nen Blut­zu­cker­spie­gel nach oben schnel­len las­sen und im Anschluss wie­der Hun­ger und Appe­tit hervorrufen

Und was noch… ?

  • trägt zur Über­säue­rung bei
  • för­dert Übergewicht
  • kann Kari­es
  • ver­ur­sa­chen­stört dei­ne Darm­flo­ra und damit dein Immunsystem
  • kann stark süch­tig machen
  • kann zur inne­rer Unru­he, Schlaf­stö­run­gen und Stim­mungs­schwan­kun­gen führen
  • Dia­be­tes­ri­si­ko

Ist Fruchtzucker besser als Zucker?

Wenn es um die Fra­ge „Zucker ja oder nein“ geht, wer­de ich ganz oft gefragt, was denn mit dem schö­nen Frucht­zu­cker sei. Wie ver­hält es sich denn da? Denn was aus der Natur kommt, kann doch nicht unge­sund sein, oder doch? An die­ser Stel­le, möch­te dir erklä­ren, war­um das vol­le Obst tat­säch­lich gesund ist. 

Zum Bei­spiel 100 g fri­sche Ana­nas lie­fern dir:

  • 12,4 g Koh­len­hy­dra­te und neben reich­lich Vit­amin C und K lie­fert sie dir
  • Kali­um
  • Man­gan
  • Eisen
  • Kup­fer
  • und Zink

Außer­dem wirkt sie ent­wäs­sernd und unter­stützt den Köper bei der Ent­gif­tung. Im Opti­mal­fall soll­test du fri­sche Ana­nas in der Küche ver­wen­den und auf die gezu­cker­ten Dosen­va­ri­an­ten ver­zich­ten. Gene­rell gilt, dass fri­sches Obst all die Nähr­stof­fe ent­hält, die dein Kör­per braucht, um den Zucker (Frucht­zu­cker) zu ver­ar­bei­ten. Das hat die Natur wirk­lich sehr cle­ver gere­gelt, wie ich fin­de. Aber man soll­te nicht ver­ges­sen, dass auch rei­ner Frucht­zu­cker zu den iso­lier­ten Koh­len­hy­dra­ten gehört und somit die glei­chen Wir­kun­gen hat, wie die Glu­co­se, wenn sie denn als Zucker­er­satz ver­wen­det wer­den soll.

Bist du zuckersüchtig?

Die Fra­ge ist tat­säch­lich berech­tigt, wenn du dich mit dem The­ma Zucker beschäf­tigst. Und ja, es ist in der Tat mög­lich einer sog. Zucker­sucht zu erlie­gen. Du bist nicht sicher, ob dein Zucker­kon­sum bereits eine Sucht ist? Das kannst du ganz leicht selbst her­aus­fin­den. Hier bekommst du 6 Hin­wei­se, wor­an du eine ech­te ZUCKERSUCHT erkennst:

  • Du ver­zehrst dei­ne Süßig­kei­ten heim­lich. Viel­leicht ver­steckst du sogar das Ver­pa­ckungs­pa­pier, um alle Spu­ren zu beseitigen.
  • Du legst dir Vor­rä­te an und ver­steckst die­se, um heim­lich zu naschen oder um im „Not­fall“ immer was im Haus zu haben.
  • Dein Zucker­kon­sum ist ein­fach unver­hält­nis­mä­ßig hoch.
  • Du erlei­dest (mehr oder weni­ger) regel­mä­ßig (Fr-)Essattacken.
  • Du hast dei­nen Zucker­kon­sum nicht mehr unter Kontrolle.
  • Du erlei­dest immer wie­der einen Rück­fall, wenn du es doch mal eine gewis­se Zeit ohne Zucker aus­hal­ten konntest.

Wie vie­le der Punk­te tref­fen auf dich zu? Bist du womög­lich zuckersüchtig?

Süßstoff Ja oder Nein?

Ganz oft wer­de ich gefragt, wie es denn mit Süß­stoff als Zucker­er­satz aus­sieht. Auch die­se Fra­ge kann ich dir beant­wor­ten. Süß­stoff soll­te in einer gesun­den und zucker­frei­en Ernäh­rung gemie­den wer­den.
Einer der meist ver­wen­de­ten Süß­stof­fe ist Aspar­tam. Dabei han­delt es sich um einen syn­the­ti­schen Süß­stoff, der als Lebens­mit­tel­zu­satz­stoff ein­ge­setzt wird, E 951. Des­sen Neben­wir­kun­gen sind nicht zu unter­schät­zen! Beim Abbau des Aspar­tams ent­ste­hen im Kör­per Abbau­pro­duk­te, die sehr schäd­lich sein kön­nen. So gelan­gen Metha­nol, Form­alde­hyd und Aspa­ri­g­in­säu­re in den Orga­nis­mus, die hier Scha­den anrich­ten kön­nen.
Durch die ame­ri­ka­ni­sche Zulas­sungs­be­hör­de für Lebens­mit­tel und Medi­ka­men­te (ED.A.3) bekannt gege­be­nen Neben­wir­kun­gen von Aspar­tams sind:
Angst­zu­stän­de, asth­ma­ti­sche Reak­tio­nen, Schwin­del­an­fäl­le, Zit­tern, Schwan­kun­gen des Blut­zu­cker­spie­gels, Müdig­keit und Schlaf­pro­ble­me, Migrä­ne, Haar­aus­fall, Durch­blu­tungs­stö­run­gen, Tin­ni­tus, Augen­pro­ble­me oder Gewichts­zu­nah­me und vie­le mehr.
Die bei den Zer­set­zungs­pro­zes­sen anfal­len­de Aspa­ri­g­in­säu­re ist zudem ein Ner­ven­gift. Es hat die Fähig­keit die Blut-Hirn-Schran­ke zu pas­sie­ren und kann nun Ner­ven­zel­len schä­di­gen, zer­stö­ren und Gedächt­nis­ver­lust, Epi­lep­sie, Alz­hei­mer, Mul­ti­ple Skle­ro­se, Par­kin­son und vie­le ande­re Pro­ble­me aus­lö­sen. Den­noch ist Aspar­tam als Lebens­mit­tel­zu­satz­stoff zuge­las­sen.

Damit soll­te die Ent­schei­dung nicht mehr so schwer fal­len oder? 

Aber welche Alternative gibt es nun?

Mein Favo­rit ist nach wie vor Bir­ken­zu­cker, auch bekannt als Xucker, Xylit oder Ery­thrit. Er schmeckt sehr süß und ist dabei ohne Neben­ge­schmack. Anders als bei Stevia, wel­ches eine sehr fruch­ti­ge Süße mit sich bringt. Bir­ken­zu­cker ent­hält zwar Kalo­rien, die aber nicht ver­stoff­wech­selt wer­den. Häu­fig liest man, er hät­te kei­ne Kalo­rien, aber das stimmt so nicht ganz. Sie lan­den ledig­lich nicht auf den Hüf­ten. Bir­ken­zu­cker ist basisch und trägt somit einer Über­säue­rung ent­ge­gen. Er lässt dei­nen Blut­zu­ckerp­sie­gel nicht anstei­gen, was wie­der­um dei­nen Insu­lin­spie­gel nied­rig hält. Und das hilft dir beim Abbau von Fett­ge­we­be.
Den Bir­ken­zu­cker bekommt man inzwi­schen in jedem Dis­coun­ter. Und auch wenn die­ser Zucker etwas teu­rer ist, ist er das Geld wert, denn er trägt maß­geb­lich zu einer gesun­den und zucker­frei­en Ernäh­rungs­wei­se bei.

Wie du siehst ist eine zucker­freie Ernäh­rung gar nicht so schwie­rig. Mit ein biss­chen Wis­sen und klei­nen Tricks hast du dei­ne Sucht im Hand­um­dre­hen geregelt.

Du möch­test noch ein paar tol­le Rezep­te, die dich zucker­frei durch dei­nen Tag brin­gen? Dann schau mal in mei­ne neue Rezept­samm­lung „gesund to go“. Hier fin­dest du 30 tol­le Rezep­te, die alle­samt für die Arbeit geeig­net sind. Vom zucker­frei­en Früh­stück bis hin zu gesun­den Snacks.