Geht es dir auch hin und wie­der so, dass du trotz gesun­der Ernäh­rung kei­nen Erfolg beim Abneh­men hast? Und das obwohl du so viel für dei­ne Ernäh­rung tust? Damit bist du nicht allein! Es geht tat­säch­lich vie­len so.

Heu­te möch­te ich dir ein paar mög­li­che Ursa­chen dafür geben:

1. Du hast zu viel Stress

Hast du Stress? Das kann tat­säch­lich schon der ers­te Grund sein, war­um du trotz gesun­der Ernäh­rung kei­nen Erfolg beim Abneh­men hast. Hier reicht manch­mal schon ein Streit­ge­spräch mit dem Part­ner, Unzu­frie­den­heit bei der Arbeit oder auch ein Stau. All das kann in dir bereits Stress aus­lö­sen. Hier ist es natür­lich auch immer davon abhän­gig, wie stress­an­fäl­lig bzw. stress­re­sis­tent du bist. Aber auch wenn du zu viel Druck beim Abneh­men machst, kann das auch schon Stress für dei­nen Kör­per bedeu­ten. Der Kör­per macht kei­ne Unter­schie­de, wo der Stress her kommt.  Aber Fakt ist, dass Stress nega­tiv auf dei­ne Ver­dau­ung und den Fett­stoff­wech­sel aus­wir­ken kann.
Immer wie­der­keh­ren­de Stress­si­tua­tio­nen und auch anhal­ten­der Stress sor­gen dafür, dass Stress­hor­mo­ne in dein Blut gelan­gen. Damit stoppt der Kör­per erst ein­mal die Ver­dau­ung. Gleich­zei­tig wer­den Puls und Blut­druck erhöht und auch der Blut­zu­cker­spie­gel. Der Kör­per stellt sich damit auf Kampf oder Flucht ein, so wie es vor eini­ger Zeit der Stein­zeit­be­woh­ner tun muss­te. In Gefah­ren­si­tua­tio­nen muss­te gekämpft oder geflo­hen wer­den. Der Unter­schied zur heu­ti­gen Lebens­wei­se ist jedoch, dass wir nichts der­glei­chen tun müs­sen, weder kämp­fen noch fliehen..

Zu einer gesun­den Ernäh­rung und dem Erfolg beim Abneh­men gehört immer auch ein sinn­vol­les Stressmanagement.

2. Du hast Kummer, Sorgen und Ängste, die du noch nicht loslassen kannst

Ein unaus­ge­gli­che­nes Mind­set kann dich und dei­nen Kör­per eben­falls dar­an hin­dern, wei­ter abzu­neh­men. Zum einen kön­nen Sor­gen eben­falls Stress in dir aus­lö­sen, auch wenn du das gar nicht als sol­chen emp­fin­dest. Und wie sich das auf dei­nen Abneh­mer­folg aus­wirkt, weißt du ja bereits. Aber durch Ängs­te und Sor­gen kann es auch sein, dass du dir nega­ti­ve Glau­bens­sät­ze aneig­nest bzw. dei­ne Glau­bens­sät­ze noch bestärkst.

Glau­bens­sät­ze, sind Din­ge die du tief in dei­nem Inne­ren denkst, von denen du abso­lut über­zeugt bist und die du des­halb als Wahr­heit aner­kennst. Die­se kön­nen posi­tiv oder aber auch nega­tiv sein.
Nega­ti­ve Glau­bens­sät­ze sind zum Beispiel:

Ich kann das eh nicht.
Das ist viel zu schwer.
Dafür bin ich zu dumm.
Ich bin nicht dis­zi­pli­niert genug.
Das schaff ich eh nicht.
Ich bin eh nicht hübsch und lie­bens­wert genug…

Erkennst du dich hier wieder?

Nega­ti­ve Glau­bens­sät­ze auf­lö­sen ist der Schlüs­sel zu inne­rem Frie­den und Selbst­lie­be. Denn sie kön­nen unter Umstän­den unser gan­zes Leben beein­flus­sen. Unse­re Gedan­ken, Gefüh­le, Ent­schei­dun­gen und Hand­lun­gen. Alles hängt davon, was wir tief in uns glau­ben. Über das Auf­lö­sen von nega­ti­ven Glau­bens­sät­zen habe ich bereits einen Blog­bei­trag ver­öf­fent­licht, den kannst du dir hier anse­hen, um dir ein posi­ti­ve­res Mind­set zu erschaffen.

3. Du hast eine Hormonstörung

Eine Hor­mon­stö­rung wie zum Bei­spiel bei einer Schild­drü­sen­fehl­funk­ti­on kann enor­men Ein­fluss auf dei­nen Kör­per haben. Wenn dei­ne Hor­mo­ne ver­rückt­spie­len, kann auch die­ser Punkt ein Hin­der­nis bei dei­ner „Diät“ sein. Die Schild­drü­sen­hor­mo­ne regeln dei­nen Grund­um­satz, also wie­viel Ener­gie in Form von Kalo­rien täg­lich benö­tigt wird. Sie haben Ein­fluss auf dei­ne fett- und Gly­ko­gen­spei­cher und  regeln dei­ne Kör­per­tem­pe­ra­tur. Um nur ein paar Bei­spie­le zu nen­nen. Aber du siehst, dass allein dei­ne Schild­drü­se einen enor­men Ein­fluss auf dei­nen Stoff­wech­sel hat. Wenn du den Ver­dacht hast, dass du an einer Schild­drü­sen­fehl­funk­ti­on lei­dest, soll­test du dir einen kom­pe­ten­ten Arzt zur Hil­fe her­an­zie­hen. Dass du trotz gesun­der Ernäh­rung kei­nen Erfolg beim Abneh­men hast, kann eine Fol­ge der Schild­drü­sen­fehl­funk­ti­on sein. Aber die­se zieht auch ande­re gesund­heit­li­che Nach­tei­le nach sich, wes­we­gen du in einem sol­chen Fall unbe­dingt einen Arzt auf­su­chen solltest.

Aber auch hor­mo­nel­le Ver­hü­tung kann dazu bei­tra­gen, dass dein Hor­mon­haus­halt gestört ist und damit dei­ne Gewichts­re­duk­ti­on mas­siv beein­träch­tigt wird. An die­ser Stel­le sei gesagt, dass jeder Kör­per anders auf hor­mo­nel­le Ver­hü­tungs­mit­tel reagiert und man hier jeden Ein­zel­fall indi­vi­du­ell betrach­ten soll­te. Aber es kann mög­lich sein, dass du durch ein Hor­mon­prä­pa­rat zunimmst, obwohl du mehr­mals in der Woche Sport treibst und  dich gesund ernährst. Es kann sein, dass außer­dem dei­ne sport­li­che Leis­tung abnimmt. Es kann sein, dass du Stim­mungs­schwan­kun­gen bis hin zu depres­si­ven Schü­ben bekommst, was Stress und auch emo­tio­na­les Essen aus­wir­ken kann. Und dar­über hin­aus gibt es natür­lich noch etli­che wei­te­re Neben­wir­kun­gen, die hier aber etwas vom eigent­li­chen The­ma  ablen­ken wür­den. Wenn du mehr dar­über erfah­ren möch­test, emp­feh­le ich dir die­sen Bei­trag.

4. Dein Stoffwechsel ist „eingeschlafen“

Immer wie­der wer­de ich gefragt, was man tun kann, um den Stoff­wech­sel wie­der etwas anzu­re­gen. Und dann wer­den Ant­wor­ten erwar­tet wie „täg­lich Ing­wer­shots oder grü­nen trin­ken“ oder „viel mit Gewür­zen wie Cur­cu­ma, Chi­li und Pfef­fer wür­zen“ oder oder oder… Die Lis­te der Diät-Lügen ist lang und unüber­sicht­lich. Sol­che Metho­den sind kei­nes­falls unge­sund. Ja, sie kön­nen zu dei­ner Gesund­heit bei­tra­gen. Aber sie wer­den dei­nen Stoff­wech­sel kei­nes­falls der­art anre­gen, dass du allein davon abnimmst. Die Wahr­heit ist näm­lich folgende:

Du machst kei­nen oder zu wenig Sport.

Wenn du erfolg­reich abneh­men möch­test und auch etwas Gutes für dei­ne Gesund­heit tun möch­test, kommst du um das The­ma Sport und Bewe­gung nicht drum her­um.
Sport ist auf so unglaub­lich vie­len Ebe­nen gut für dich:

  • Du tankst Vit­amin D (wenn du dich im Frei­en bewegst.
  • Du bringst dei­nen  Blut­kreis­lauf in Wal­lung und ver­sorgst all dei­ne Zel­len mit Sauerstoff
  • Du redu­zierst dei­nen Stress enorm und sorgst somit auch für kla­re Gedanken
  • Es bringt dei­nen gesam­ten Kreis­lauf in Schwung und stärkst dein Immunsystem

Wenn du dich bis­her noch nicht zum Sport auf­raf­fen konn­test, hilft dir viel­leicht die­ser Bei­trag zum The­ma Sport wei­ter oder aber auch den Bei­trag über das Moti­va­ti­ons­loch und wie du dich dar­aus wie­der herausholst.

5. Du verfolgst die falsche Ernährungsform

Dass du trotz gesun­der Ernäh­rung kein Erfolg beim Abneh­men hast, kann mög­li­cher­wei­se auch dar­an lie­gen, dass du noch nicht die rich­ti­ge Ernäh­rungs­form für dich und dei­nen Kör­per gefun­den. Ja, es gibt sehr vie­le davon. Und hier spre­che ich nicht von ein­sei­ti­gen Diä­ten son­dern von ech­ten Ernäh­rungs­for­men. Hier hilft es auf­ge­schlos­sen und expe­ri­men­tier­freu­dig zu sein. Such dir eine Ernäh­rungs­form aus, die dich am meis­ten anspricht, mit der du dich am ehes­ten arran­gie­ren kannst und pro­bie­re die­se dann eini­ge Wochen lang aus. Das soll­ten min­des­tens 8 Wochen sein, bes­ser noch 12. Es braucht sei­ne Zeit, bis du dich dar­an gewöhnt hast, und auch bis dein Kör­per damit umge­hen kann. Wirf die Flint nicht nach 1 bis 2 Wochen ins Korn, nur weil es dir schwer fällt oder du noch kei­ne Erfol­ge sehen kannst. Ver­än­de­run­gen brau­chen immer etwas Zeit. Aber du wirst bereits in den ers­ten Wochen mer­ken, ob dir die­se gewähl­te Ernäh­rungs­form bei dei­nem Abneh­mer­folg hilft oder nicht.

Viel­leicht reicht es aber auch schon, klei­ne Ver­än­de­run­gen in die Wege zu lei­ten. Schau dei­ne Ernäh­rung genau an. Fin­dest du viel­leicht irgend­wo ver­steck­te Zucker oder unge­sun­de Koh­len­hy­dra­te. Klei­ner Hin­weis: Nicht alle Koh­len­hy­dra­te sind „schlecht“. Du soll­test auf iso­lier­te Koh­len­hy­dra­te , wie Zucker und Wei­zen­mehl, ver­zich­ten und eher kom­ple­xe Koh­len­hy­dra­te zu dir neh­men, wie zum Bei­spiel Kar­tof­feln, Hafer­flo­cken, Qui­noa und Dinkel.

Schau ein­fach, wo du viel­leicht noch etwas opti­mie­ren kannst, wo noch die­se klei­nen ver­steck­ten „Dick­ma­cher“ uner­kannt geblie­ben sind. Manch­mal kann auch das schon der Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung sein.

Du kannst dir aber auch mal anse­hen, wie dein Ess­ver­hal­ten über den gesam­ten Tag aus­sieht. Wie vie­le Mahl­zei­ten nimmst du zu dir? Isst du häu­fig zwi­schen­durch? Auch wenn es sich dabei um gesun­de Snacks han­delt, ist es rat­sa­mer sei­ne Mahl­zei­ten auf drei pro Tag zu redu­zie­ren. Bei jeder Mahl­zeit und jedem Sack stei­gen dein Blut­zu­cker­spie­gel und damit der Insu­lin­spie­gel. Das ist völ­lig nor­mal. Aber ein hoher Insu­lin­spie­gel hemmt dei­ne Fett­ver­dau­ung. Es kann also sein, dass bereits die­se Tat­sa­che dein Abneh­mer­folg schmälert.


Haben dir mei­ne Tipps wei­ter­ge­hol­fen? Konn­test du dich hier viel­leicht wiederfinden?